Der VITRA Bascule: Ein Sessel, der mitdenkt

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Es gibt Möbel, die man kauft. Und es gibt Möbel, die man erlebt. Der neue Lounge Chair Bascule von Vitra gehört eindeutig zur zweiten Kategorie — und das merkt man spätestens dann, wenn man sich zum ersten Mal in ihn fallen lässt.

Seit September 2026 ist der Bascule offiziell erhältlich, entworfen vom Berliner Designstudio Studio Œ, gegründet von Lisa Ertel und Anne-Sophie Oberkrome. Die beiden lernten sich während ihres Produktdesignstudiums an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe kennen, gründeten 2021 ihr gemeinsames Studio und arbeiten seit 2025 mit Vitra zusammen. Mit dem Bascule ist ihnen ein Debüt gelungen, das im Bereich des Loungesessels tatsächlich neue Maßstäbe setzt.

Der Name ist Programm

Bascule — das französische Wort für Wippe — beschreibt nicht nur die Mechanik des Sessels, sondern auch das Prinzip, das hinter ihm steckt. Verborgen unter Polster und Bezug arbeitet eine ausgeklügelte Wippmechanik, die auf Gewichtsverlagerungen reagiert, ohne dass man einen Hebel betätigen, einen Knopf drücken oder irgendetwas einstellen müsste. Man lehnt sich zurück — und der Sessel folgt. Stufenlos, ohne spürbaren Widerstand, von der aufrechten Sitzposition bis in eine nahezu horizontale Ruhelage.

Christian Grosen, Chief Design Officer bei Vitra, beschreibt es so: „Die in den Armlehnen des Sessels verborgene hängende Mechanik reagiert stufenlos auf Gewichtsverlagerungen des Sitzenden und unterstützt jede Position unabhängig von der Körpergröße.“ Das klingt technisch — fühlt sich aber überraschend organisch an.

Ein Sessel wie ein gut geschnittenes Sakko

Vitra Bascule Sessel mit Ottoman

Was Studio Œ zum Bascule beigetragen hat, ist mehr als ein Bezug. Die beiden Designerinnen haben Schneidertechniken aus der Modewelt auf den Sessel übertragen — Techniken, die auf Bewegungsfreiheit und das An- und Ausziehen ausgelegt sind. Der Bezug liegt nicht straff über dem Sessel, er ist großzügig geschnitten, wie lässig darübergeworfen. In aufrechter Position wirft der Stoff weiche Falten. Lehnt man sich zurück, strafft er sich. Die Armlehnen erinnern an den Kragen eines Hemdes oder einer Jacke — eine Geste, die gleichzeitig schützend und einladend wirkt.

In ihrem Kreuzberger Studio experimentierten Ertel und Oberkrome mit gepolsterten Stoffen, passten den Bezug wie Maßschneiderinnen an die Sitzschale an und beobachteten, wie er auf die Bewegung der Kippmechanik reagiert. Das Ergebnis ist ein Sessel, der aussieht, als wäre er entspannt — und genau das auf seinen Nutzer überträgt.

Zwei Varianten, viele Möglichkeiten

Vitra bietet den Bascule in zwei Grundversionen an: als Highback mit höhenverstellbarem Nackenkissen für maximalen Komfort, und als kompakteren Lowback für Räume, in denen eine leichtere Präsenz gewünscht ist. Beide Versionen sind wahlweise mit einem drehbaren Vierstern-Untergestell aus Aluminium oder einem massiven Holzuntergestell aus Eiche erhältlich. Ergänzt werden kann der Sessel durch einen Ottoman oder eine Bench — je nachdem, ob man die Beine hochlegen oder den Sessel in eine größere Sitzlandschaft integrieren möchte.

Bei den Bezügen lässt Vitra Spielraum für Individualität: Die Stoffe können in einer durchgängigen Farbe gewählt werden oder in einer Duoton-Kombination, bei der Innen- und Außenseiten des Bezugs in zwei verschiedenen Farben ausgeführt sind. Das gibt dem Sessel eine subtile Tiefe, die man erst beim näheren Hinsehen entdeckt.

Nachhaltig gedacht, nicht nur behauptet

Vitra Bascule Sessel Skizze

Was beim Bascule besonders auffällt, ist der konsequente Umgang mit Materialien. Das Polsterkonzept verzichtet vollständig auf Verklebungen und setzt auf trennbare Materialien mit einem möglichst hohen Recyclinganteil. Die Kissen bestehen aus RE-Fasern oder aus V-Foam — dem von Vitra gemeinsam mit BASF entwickelten, weltweit ersten wirtschaftlich recycelbaren Polyurethanschaum. Sämtliche Elemente des Bascule lassen sich im Servicefall reparieren oder austauschen. Das verlängert die Lebensdauer des Sessels und gehört zum konstruktiven Grundgedanken des Entwurfs.

Ein Sessel für das echte Leben

Der Bascule ist kein Sessel für den Showroom. Er ist einer für den Alltag — für den Abend nach der Arbeit, für das lange Wochenende, für die Stunden, in denen man einfach da sein möchte, ohne etwas tun zu müssen. Er passt ins Wohnzimmer ebenso wie in eine Business-Lounge, in ein Lesezimmer ebenso wie in ein offenes Loft. Und er hat das seltene Talent, in jedem dieser Kontexte so auszusehen, als wäre er genau dafür gemacht.

Bei Held Wohnkomfort können Sie den Bascule in verschiedenen Konfigurationen erleben und sich persönlich beraten lassen.

Kommen Sie vorbei — und lehnen Sie sich einfach zurück.

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