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Zimmer+Rohde

 

Den Anfang machte eine Backpfeife

Max Marx und Ernst Rohde, der Urgroßvater des heutigen Geschäftsführers, arbeiteten in einem Karlsruher Textilgroßhandel. Eines Tages wurde der Sohn des Chefs so frech, dass sich Marx nur noch mit einer Ohrfeige gegen den vorlauten Knaben zu wehren wusste. Im Streit mit dem erbosten Vater kündigte er. Spontan schloss sich Rohde an. Beide gründeten am 1. Dezember 1899 in Frankfurt am Main die Firma Marx & Rohde.
Von Beginn an bauten Marx & Rohde zahlreiche Kontakte in ganz Europa auf und bezogen von dort hochwertige Stoffe. Manche Geschäftsbeziehungen nach Frankreich, England oder Italien aus jener Anfangszeit sind bis heute erhalten. Der Erste Weltkrieg unterbrach jedoch den florierenden Handel mit dem Ausland.

1919 heiratete Rohdes Tochter Elisabeth den weltläufigen Geschäftsmann Georg Zimmer, der in die Firma eintrat. Zimmer trug zum Wiederaufbau der internationalen Kontakte bei und konnte die Firma unbeschadet durch die Weltwirtschaftskrise führen.
1941 erzwangen die Nationalsozialisten die Umbenennung in Zimmer + Rohde. 
Nach Georg Zimmers Tod 1950 übernahmen seine beiden Söhne Horst und Ernst-Georg die Geschäftsführung. Zimmer + Rohde entwickelte in den Nachkriegsjahren seinen charakteristischen Stil der zeitlosen Eleganz und setzte höchste Standards in der Fertigung. Bald begann auch der Export wieder zu blühen. In den fünfziger Jahren konnte die Firma schon 40 Mitarbeiter beschäftigen.
1968 verließ die Firma Frankfurt und bezog einen neuen, geräumigen Gebäudekomplex in Oberursel. In Zusammenarbeit mit freien Designern entwickelte Horst Zimmer eigene Kreationen. So basierte beispielsweise die »Kollektion 111« von 1974 auf 111 Farben, die alle miteinander kombinierbar waren. Aus dem Textilgroßhandel wurde ein Stoffverlag, dessen Name heute in aller Welt für hochwertige Qualität und außergewöhnliches Formgefühl steht.

Andreas Zimmer, der Sohn von Horst Zimmer, trat 1983 in die Firma ein. Vier Jahre später übernahm er die Geschäftsführung und begann, die gestalterische Ausrichtung des Unternehmens auszubauen. Entscheidend war dabei die Gründung einer eigenen Kreationsabteilung, die in Abstimmung mit den Produzenten die Kollektionen entwickelt – die Ideenwerkstatt für den unverwechselbaren Stil von Zimmer + Rohde.

Mit sechs Vertriebsgesellschaften in Paris, London, Mailand, New York, Dubai und Hong Kong hat sich Zimmer + Rohde zu einer global operierenden Firmengruppe entwickelt. Auch die Produktpalette bietet mit den Marken Zimmer + Rohde, Ardecora, Etamine, Hodsoll McKenzie, Warner Fabrics und Travers eine außergewöhnliche Stilvielfalt. Seit 2003 gehört auch die Möbellinie Get Together in die Kollektionsreihe. 

Wir verkaufen unsere Produkte in über 50 Ländern und haben an 17 Standorten auf der Welt unsere eigenen 100%igen Vertriebsorganisationen. Mit diesen Vertriebsorganisationen und unserem deutschen Vertrieb machen wir über 85% unseres Geschäftes.
Das Unternehmen beschäftigt heute rund 200 Mitarbeiter. Aus dem Zweimannbetrieb von 1899 ist ein internationales Unternehmen entstanden, das sich den Charme und die Zuverlässigkeit des mittelständischen Familienunternehmens erhalten hat.